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Die CBG beim Klimastreik

Widerstand gegen BAYERs Klimasünden- weltweit und lokal

Am Freitag, dem 20.9.2019 ist etwas historisches gelungen: 1.400.000 (Eine Million und vierhunderttausend!) Menschen sind auf die Straße gegangen, um der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen entgegenzutreten. Die Systemfrage war bei den Protesten allgegenwärtig: Systemchange, not Climate Change war die Parole. Die Coordination hatte zu einem Treffpunkt auf der Demonstration in Düsseldorf aufgerufen. Zu dieser fanden mehr als 20000 Leute ihren Weg. Vertreten war die Coordination mit einem Transparent und einem Redebeitrag. Der Redebeitrag thematisierte die Rolle BAYERs in der Klimafrage. Die Daten lassen an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig: Der CO2 Ausstoß von BAYER stieg von 3,63 Millionen auf 5,45 Millionen Tonnen an. Bei der selbst erzeugten Energie legten die Werte des Konzerns von 2,5 auf 3,9 Millionen Tonnen zu, bei der von RWE & Co. bezogenen Energie erhöhten sie sich von 1,13 auf 1,55 Millionen Tonnen. Der Kohle-Anteil betrug beim selbst erzeugten Strom rund 25 Prozent. Beim zugekauften dürfte er noch höher liegen. Besonders stark nahm beim Agro-Riesen der Verbrauch von klima-schädigenden Flüssigbrennstoffen wie Heizöl zu. Er wuchs von 230 Terra-Joule auf 3.491 Terra-Joule an. All diese Effekte sind Ergebnisse der Fusion mit MONSANTO. Wir zogen in unserer Rede klar den Schluss: Wer die Umweltzerstörung thematisieren will, muss das Wirtschaftssystem grundlegend verändern.

Da die Demonstration am Landtag endete, in dem zeitgleich mit der Abschlusskundgebung das Klimakabinett tagte, kritisierten wir auch die Rolle der Politik, die der chemischen Industrie als bereitwillige Lobby dient. Besonders die nordrhein-westfälische Landesregierung betätigt sich als williger Helfer der Konzerne. In ihrem Koalitionsvertrag zögerten CDU und FDP nicht, sich zum Sachwalter der Interessen des Industrie- und Energiestandortes NRW zu machen und namentlich BAYERs Branche ein Wohlergehen zuzusichern: „Wir werden die Energie- und Klimapolitik danach ausrichten, Nordrhein-Westfalen als Energieland Nummer eins zu stärken, um führendes Industrieland, auch für energie-intensive Industrien, zu bleiben und Wertschöpfungsketten zu erhalten.“ Die Stoßrichtung ist klar: Wirtschaft vor Klima.

Auch in anderen Klimastreiks, bundesweit wie international, wurde BAYER in die Pflicht genommen. So zogen in Berlin zahlreiche Protestierende vor die örtliche Firmenzentrale und blockierten die Straßenkreuzung vor dieser rund eine Stunde lang. In Brasilien, demonstrierten mehr als 200 landlose Frauen am Freitagmorgen vor dem BAYER-Firmensitz im Stadtteil Socorro südlich von Sao Paulo. In Brasilien ist der Konzern Teil der Agrarlobby ABAG, die den extrem rechten Brandstifter Bolsonaro hofiert.

Wir blicken zurück auf einen erfolgreichen Tag und gehen mit gestärkter Hoffnung in die Zukunft. Wir werden die Debatte um Widerstandsmöglichkeiten gegen die buchstäbliche Verwüstung der Erde weiter führen und laden euch dazu auch zu unserer Jahrestagung mit dem Thema „Klima, Konzerne, Katastrophen“ ein, die am 5.Oktober stattfindet.

Bitte unterstützt die Kampagne mit eurer Unterschrift:

Hiermit protestiere ich gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen durch BAYER. Ich unterstütze die CBG in ihrer Kampagne für eine klimagerechte, ökologische Umgestaltung des Konzerns.

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